Die tragischsten Unfälle aufgrund der Jagd 2014

Jäger erschießt Jagdhelfer, Jäger erschießt sich selbst, Jäger schießt auf  anderen Jäger, Jäger schießt sich ins eigene Knie, Jäger stürzt bei Jagd ab – tja, diese Meldungen sind natürlich tragisch, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen. Diese Vorfälle zeigen, dass Jäger_innen eine große Gefahr für sich selbst und andere darstellen und womöglich vor sich selbst geschützt werden sollten.

Leute, die sich der Jagd, dem sinnlosen Spiel mit Waffen, oftmals verbunden mit Alkoholkonsum, hingeben, um vorwiegend der Lust am Töten oder der Dezimierung künstlich hochgehaltener Wildbestände nachzugehen, gehen dieses Risiko freiwillig ein.
Doch die Jagd stellt auch eine erhebliche Gefahr für Menschen dar, die mit diesem Tötungssport überhaupt nichts zu tun haben. Deshalb sind die folgenden, von der Jagd verursachten, Unfälle für mich am tragischsten.

Meldungen entnommen aus: www.veganblog.de
– Radfahrer wird von Schrotkugel getroffen: Ein 82-jähriger Mann war in Kempen mit dem Fahrrad auf einem ruhigen Feldweg unterwegs, als ihn plötzlich eine Schrotkugel am Kopf traf.

– Kind gerät in Schusslinie: In Bad Salzuflen geriet eine Elfjährige in die Schussbahn eines Jägers. Das Mädchen war mit dem Mountainbike unterwegs, als ein angeschossenes Reh direkt vor ihr auf den Weg sprang. Mit einem weiteren Schuss wurde das Tier nur wenige Meter von der Elfjährigen entfernt niedergeschossen.

– Jogger gerät in Treibjagd: In Oesdorf gerät ein Jogger unter Beschuss, als er sich plötzlich inmitten einer Treibjagd befand. Das Waldgebiet war nicht ausreichend abgesichert und von Hinweisschildern versehen.

– Frau auf Parkbank angeschossen: In Tauberbischofsheim wurde eine Frau, die auf einer Parkbank saß, von einer Gewehrkugel am Oberarm getroffen und verletzt. Der Jäger hatte versucht, ein verletztes Wildschwein in der Nähe eines Tennisplatzes zu erschießen.

– Wohnhaus unter Beschuss: In Braunschweig schoß ein Jäger in der Nähe eines Wohngebietes mehrmals auf Rotwild. Eines der Geschosse durchschlug die Fensterscheibe des Badezimmers eines Wohnhauses. Ein 23-jähriger und sein Vater befanden sich in dem Haus, verletzt wurde glücklicherweise niemand.

In Österreich ergibt sich ein ähnliches Bild. 6 Tote und 16 Verletzte aufgrund des Jagdsports im Jahr 2014 (Quelle: www.abschaffung-der-jagd.at)

Kürzlich wurde ein kleiner Junge in Oberösterreich durch die Handlungen eines Jägers verletzt. Beim Spielen griff er in eine, von einem Jäger illegal ausgelegt, Falle. Er kam mit dem Schrecken und blauen Flecken davon. Doch auch dieser Fall zeigt, wie sehr die illegalen und legalen Praktiken der Jagd auf das Leben aller negativen Einfluss nehmen können.

10 Gedanken zu “Die tragischsten Unfälle aufgrund der Jagd 2014

  1. Die Jagd ist leider auch so etwas traditionelles, das in Österreich anscheinend keiner Reform bedarf! – leider sehr rückschrittlich, wie auch die Verharmlosung von gefährlichen Menschen!
    Österreich ist für mich leider in vielen Dingen nicht auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse!

    1. Hallo!
      Danke für dein Kommentar, deinen Besuch und dass du Stammleserin in |:::VEGGIETORIA:::| geworden bist.
      Von der Jägerballdemo in Wien habe ich gelesen, dabei war ich nicht. Ich finde es toll, dass sich so viele Menschen zusammengefunden haben, um für den Frieden im Wald und gegen dieses mörderische Hobby zu protestieren.

      Vielen Dank für deine Nominierung zum Liebsten Award, gerne werde ich deine Fragen beantworten.

      Liebe Grüße
      viwi

  2. Nun liebe miss viwi,
    ich muss leider immer wieder erleben,
    dass es (immer noch) Menschen gibt,
    welche denken wenn von Jagd gesprochen wird,
    dass es sich um Szenen wie im Forsthaus Falkenau handelt.
    Foerster Rombach (oder die anderen Jäger) gehen
    inspizierend in Begleitung ihres liebenswertes Hundes durch den Wald,
    und kontrollieren ob alles passt rundherum, erfreuen sich nebenbei
    an der Natur und den Waldtieren und erfreuen sich daran….
    Bitte aufwachen Leute – die Realität sieht ganz anders aus.
    Liebe Grüße
    M.M.

  3. Tragische Vorfälle, ohne Zweifel. Aber Dein Post erweckt stark den Eindruck, krampfhaft ein zu düsteres Bild zeichnen zu wollen. „oftmals verbunden mit Alkoholkonsum“ ist so eine Stelle mit der Du versuchst, Jäger schlecht darzustellen – allerdings ohne auch nur einen Beleg dafür anführen zu können. „künstlich hochgehaltener Wildbestände“ ist auch so eine unbewiesene Behauptung.

    Dein Anliegen ist ja durchaus begrüßenswert, Du wärst allerdings effektiver, wenn man Deine Posts ernst nehmen könnte.

    1. Hallo Sebastian!
      Danke für dein Kommentar. Leider stammt das düstere Bild nicht von mir, das wäre dann ja ein Lichtblick. Für alle angeführten Vorfälle habe ich Quellen angegeben. Die von dir zitierte Stelle “oftmals verbunden mit Alkoholkonsum” bezieht sich auf keinen konkreten der genannten Fälle (Dies müsste aufgrund der formalen und stilistische Form erkennbar sein), sondern macht einen traurigen Aspekt der Jagd sichtbar, der nicht immer, aber doch auch zum Tragen kommt. Dass es zu erhöhten Wildbeständen durch die Fütterung von Jägern kommt ist kein Geheimnis mehr. Dazu kann ich dir die Lektüre von Jagdverbänden ans Herz legen, die sich mit genau dieser Situation beschäftigen.

      Danke für deine Tipps bezüglich Effektivität, ich denke die Realität ist immer noch die beste Möglichkeit, aber mir ist natürlich bewusst, dass die nicht immer schön ist. Das tut mir leid und ich hoffe alle können gemeinsam dazu beitragen Missstände zu verändern.

      Liebe Grüße
      miss viwi

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